Was ist eine Komplettsanierung?
Eine Komplettsanierung bringt ein Haus energetisch und funktional auf den neuesten Stand – von der Dämmung über die Heizung bis zur Photovoltaikanlage. Ziel: den Energieverbrauch drastisch senken und den Wohnkomfort dauerhaft erhöhen.
Im Unterschied zur Kernsanierung (vollständiger Rückbau) oder einer Teilsanierung (einzelne Maßnahmen) umfasst eine energetische Komplettsanierung alle Gewerke, die den Energieverbrauch beeinflussen. Für ein 150-m²-Haus ist sie besonders effektiv: größere Flächen ermöglichen höhere Einsparungen und profitieren stärker von Förderprogrammen.
Diese Maßnahmen gehören dazu
Wärmedämmung
Fassade (WDVS), Dach, Kellerdecke und Bodenplatte – die Basis für eine effiziente Heizung. Eine gedämmte Hülle senkt die benötigte Heizleistung erheblich.
Fenstertausch & Türen
3-fach-Verglasung und wärmegedämmte Türen reduzieren Wärmeverluste an Öffnungen um bis zu 70 %.
Heizungsmodernisierung
Wärmepumpe, Solarthermie oder Biomasse ersetzen veraltete Öl- und Gasheizungen – mit bis zu 80 % KfW-Förderung (einkommensabhängig, ab 21.07.2026).
Lüftung mit Wärmerückgewinnung
Bei luftdicht sanierten Häusern unverzichtbar – verhindert Schimmel und gewinnt bis zu 90 % der Wärme zurück.
Photovoltaik & Speicher
Eine PV-Anlage mit Speicher macht Sie weitgehend unabhängig von Strompreisschwankungen – 0 % MwSt. inklusive.
Das häufigste Sanierungsziel 2026 ist der KfW-Effizienzhaus-Standard EH 55 oder EH 40 – das entspricht einem Primärenergiebedarf von maximal 55 % bzw. 40 % eines vergleichbaren Neubaus. Wer EH 40 erreicht, erhält die höchsten Tilgungszuschüsse und ist für künftige gesetzliche Anforderungen langfristig gewappnet.
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Komplettsanierung Kosten 2026: Was pro m²?
Die Faustformel für 2026: Eine energetisch fokussierte Komplettsanierung kostet zwischen 1.000 € und 1.500 € pro m² Wohnfläche (brutto inkl. MwSt.). Bei Altbauten aus den 1950er- und 1960er-Jahren können die Kosten auf bis zu 1.800 €/m² steigen – je nach Schadstoffbelastung, Statikbedarf und Aufwand der Einzelgewerke.
| Sanierungsart | Kosten pro m² | Typisch für 150 m² | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Teilsanierung | 400–800 €/m² | 60.000–120.000 € | Einzelmaßnahmen (z. B. nur Heizung oder Fenster) |
| Energetische Komplettsanierung | 1.000–1.500 €/m² | 150.000–225.000 € | Häuser Bj. 1970–1990, Ziel EH 55 oder EH 40 |
| Kernsanierung (inkl. Innenausbau) | 1.200–1.900 €/m² | 180.000–285.000 € | Altbauten, vollständige Modernisierung aller Gewerke |
| Altbau vor 1960 / Denkmal | 1.500–1.800 €/m² | 225.000–270.000 € | Gebäude mit Schadstoffen, Statikbedarf oder Denkmalschutz |
Wichtige Budgetregel: Planen Sie immer einen Sicherheitspuffer von 10–15 % ein. Unvorhergesehene Schäden (Schimmel, Feuchte) sind bei Altbauten der Regelfall – die Reserve separat einplanen, nicht aus dem Förderbudget finanzieren.
Kosten der einzelnen Maßnahmen im Detail.
Was kostet welche Maßnahme? Die folgende Preisübersicht basiert auf aktuellen Marktdaten für ein 150-m²-Einfamilienhaus in der Rhein-Neckar-Region. Regionale Abweichungen von ±15 % sind möglich.
| Maßnahme | Einheit / Preis | Kosten (EFH 150 m²) | Förderfähig |
|---|---|---|---|
| 🧱 Fassadendämmung (WDVS) | 160–350 €/m² Fassade | 18.000–35.000 € | BAFA: 15–20 % |
| 🏠 Dachdämmung (inkl. Eindeckung) | 70–250 €/m² Dach | 10.000–25.000 € | BAFA: 15–20 % |
| 🔲 Keller-/Bodenplattendämmung | 40–100 €/m² | 4.500–12.000 € | BAFA: 15–20 % |
| 🪟 Fenstertausch (3-fach) | 500–1.200 €/Fenster | 5.000–12.000 € | BAFA: 15–20 % |
| 🔥 Wärmepumpe (Luft-Wasser) | inkl. Installation | 15.000–25.000 € | KfW: 30–80 % |
| 🌀 Lüftungsanlage (WRG) | inkl. Kanalnetz | 5.000–10.000 € | BAFA: 15–20 % |
| ☀️ PV-Anlage (10 kWp + Speicher) | 0 % MwSt. seit 2023 | 15.000–25.000 € | 0 % MwSt. + EEG |
| 📋 Energieberatung (iSFP) | inkl. Sanierungsfahrplan | 500–2.000 € | BAFA: 50 %, max. 650 € |
Nebenkosten nicht vergessen: Zu den Baukosten kommen Planung (Architekt / EEE), Baustelleneinrichtung, Gerüst, Entsorgung und ggf. Schimmelsanierung. Rechnen Sie 15–20 % Baunebenkosten obenauf – bei 87.500 € Baukosten also noch einmal 13.000–17.500 € zusätzlich.
Beispiel: 150-m²-Haus, Baujahr 1975.
Ein Einfamilienhaus (150 m² Wohnfläche, Baujahr 1975, Energieeffizienzklasse F) in der Rhein-Neckar-Region soll auf den Standard EH 55 gebracht werden. Alle Preise brutto inkl. MwSt., Förderung nach den ab 21.07.2026 geltenden Konditionen:
* KfW-Heizungsförderung: Grundförderung 30 % + Klimageschwindigkeits-Bonus 16 % (Austausch alter Gasheizung ≥ 20 Jahre) = 46 % auf max. 28.000 € förderfähige Kosten. Bei zu versteuerndem Haushaltseinkommen unter 30.000 €/Jahr zusätzlich +40 % Einkommensbonus → bis zu 80 % Gesamtförderung (gedeckelt). § 35c und BAFA schließen sich für dieselbe Maßnahme aus – hier auf getrennte Gewerke verteilt.
Hinweis: Alle Zahlen sind repräsentative Mittelwerte. Tatsächliche Kosten variieren je nach Gebäudezustand, Region, Einkommen und gewählten Materialien. TRI IMMO erstellt Ihnen ein individuelles, transparentes Festpreisangebot – ohne versteckte Kosten.
Was würde Ihre Sanierung kosten?
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Diese 6 Faktoren bestimmen Ihre Kosten.
Warum kostet dasselbe Haus in München mehr als in der Pfalz? Und warum ist ein Bau von 1960 nicht dasselbe wie einer von 1985? Diese Faktoren erklären die Preisunterschiede:
1. Baujahr & Bausubstanz
Altbauten vor 1970 erfordern oft aufwendige Schadstoffsanierung (Asbest, PAK, Bleirohre), zusätzliche Statikprüfungen und mehr Materialaufwand. Die Mehrkosten gegenüber einem Haus aus den 1980ern können 20–40 % betragen; für Gebäude aus den 1950ern bis 1.800 €/m².
2. Aktueller Gebäudezustand
Undichte Dächer, Feuchteschäden im Keller oder Schimmelbefall sind Kostentreiber, die erst im Zuge der Sanierung sichtbar werden. Eine professionelle Gebäudeanalyse durch einen zertifizierten EEE deckt diese Risiken vor Baubeginn auf.
3. Region & Handwerkerpreise
In Metropolregionen (München, Frankfurt, Hamburg) liegen Handwerkerstundensätze 15–25 % über dem Bundesdurchschnitt. Die Rhein-Neckar-Region ist im Mittelfeld. Regionale Unterschiede können die Gesamtkosten um ±15 % verschieben.
4. Maßnahmenumfang & Sanierungsziel
Wer nur die Heizung tauscht, liegt weit unter den Kosten einer Komplettsanierung. Wer EH 40 anstrebt, muss umfassender investieren als bei EH 55 – profitiert aber auch von deutlich höheren Förderungen und Einsparungen.
5. Denkmalschutz
Denkmalgeschützte Gebäude erfordern spezielle Materialien (z. B. Innendämmung) und Abstimmungen mit der Denkmalbehörde. Aufschläge von 20–40 % sind realistisch – werden durch den KfW-Sonderstandard „Effizienzhaus Denkmal EE" teilweise ausgeglichen.
6. Eigenleistung
Einfache Arbeiten (Abriss, Malerarbeiten) können Sie selbst erledigen – das spart 5–10 % des Budgets. Achtung: Eigenleistungen an förderfähigen Maßnahmen reduzieren die anerkannte Fördersumme.
Förderung 2026: Kosten um bis zu 80 % senken.
Der Staat subventioniert die energetische Sanierung so großzügig wie kaum je zuvor. Wichtig: Mit der Reform der KfW-Heizungsförderung gelten neue Bedingungen für Anträge ab dem 21.07.2026 – die Boni sinken danach schrittweise. Wer die Programme klug kombiniert, reduziert seinen Eigenanteil erheblich.
Übergangsregel: Wer bis zum 21.07.2026 bereits eine Bestätigung zum Antrag (BzA) vorliegen hat, wird noch nach den bisherigen Konditionen gefördert (bis zu 70 %, max. 21.000 €). Für alle späteren Anträge gelten die neuen Sätze.
KfW-Heizungsförderung: Die Boni ab 21.07.2026
Weitere Förderprogramme
| Programm | Was wird gefördert? | Förderhöhe 2026 |
|---|---|---|
| KfW 261 | Komplettsanierung zum Effizienzhaus – Kredit mit Tilgungszuschuss | bis 25 % Tilgungszuschuss, Kredit bis 150.000 € |
| KfW-Kredit 358 | Ergänzungskredit für den Heizungstausch (bis 90.000 € Einkommen) | bis 120.000 €, zinsverbilligt |
| BAFA BEG EM | Einzelmaßnahmen: Dämmung, Fenster, Lüftung, Anlagentechnik | 15 % + 5 % iSFP-Bonus = 20 % |
| BAFA Energieberatung | Energieberatung inkl. iSFP durch zertifizierten EEE | 50 % des Honorars, max. 650 € (EFH) |
| § 35c EStG | Steuerbonus als Alternative zur BAFA-Förderung | 20 % (max. 40.000 €, über 3 Jahre) |
Wie kombiniere ich KfW und BAFA optimal? Für verschiedene Maßnahmen am selben Gebäude ist die Kombination erlaubt und sinnvoll: KfW-Heizungsförderung für die Wärmepumpe + BAFA für Fassade, Fenster und Lüftung. Für dieselbe Maßnahme darf keine Doppelförderung beantragt werden. BAFA-Zuschuss und Steuerbonus (§ 35c) schließen sich gegenseitig aus – bei höheren Einkommen ist der Steuerbonus oft vorteilhafter.
Kritische Reihenfolge: Förderanträge müssen vor Auftragserteilung und Baubeginn gestellt werden – ohne Ausnahme. Wer einen Handwerkervertrag unterschreibt, bevor der Antrag genehmigt ist, verliert den gesamten Förderanspruch. Planungsleistungen und unverbindliche Kostenvoranschläge sind vorab erlaubt. TRI IMMO koordiniert die gesamte Förderbeantragung für Sie.
Wir übernehmen die komplette Förderabwicklung – von der Prüfung bis zum fristgerechten Antrag.
Lohnt sich die Komplettsanierung finanziell?
Die kurze Antwort: Ja – in den meisten Fällen, besonders für Altbauten. Hier die drei Renditetreiber im Detail:
1. Energieeinsparung: 1.500–3.000 € pro Jahr
Ein typisches Einfamilienhaus von 1975 mit 3.000 € Heizkosten kommt nach Komplettsanierung auf unter 700 €. Hinzu kommen 800–1.200 € Eigenstromersparnis durch PV und 200–400 € Einspeisevergütung – zusammen 2.500–3.000 € jährlicher Vorteil. Mit steigenden CO₂-Preisen wächst dieser Vorteil weiter.
2. Wertsteigerung: 15–25 % mehr Marktwert
Sanierte Häuser mit Energieeffizienzklasse A oder B erzielen deutlich höhere Angebotspreise. Häuser der Klasse H liegen bis zu 51 % unter dem Preisniveau vergleichbarer Klasse-A-Objekte. Bei 400.000 € Hauswert bedeutet eine 20-%-Wertsteigerung 80.000 € mehr – oft mehr als die Sanierungskosten.
3. Zukunftssicherheit & Pflichterfüllung
Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG, ab Juli 2026) und die EU-Gebäuderichtlinie EPBD erhöhen künftig die Anforderungen an Bestandsgebäude. Wer jetzt saniert, schützt sich vor Entwertung und künftigen Sanierungspflichten.
Wer plant, die Immobilie in 5–10 Jahren zu verkaufen, profitiert überproportional: sanierte Objekte sind schneller verkauft und erzielen 15–25 % höhere Preise – die Sanierungskosten sind dann nicht nur amortisiert, sondern haben echten Mehrwert erzeugt. TRI IMMO berät Sie, welche Maßnahmen vor einem Verkauf den höchsten ROI erzielen.
FAQ zur Komplettsanierung 2026.
Was kostet eine Komplettsanierung für ein 150-m²-Haus?
Für ein 150-m²-Einfamilienhaus aus den 1970ern liegen die Gesamtkosten bei ca. 90.000–130.000 € brutto. Nach Förderungen reduziert sich der Eigenanteil auf ca. 60.000–95.000 €. Der endgültige Preis hängt vom Gebäudezustand, dem Einkommen (Förderhöhe) und dem angestrebten Effizienzstandard ab.
Was ist der Unterschied zwischen Komplettsanierung und Kernsanierung?
Eine energetische Komplettsanierung umfasst alle Maßnahmen, die den Energieverbrauch senken: Dämmung, Heizung, Fenster, Lüftung und PV. Eine Kernsanierung geht weiter: Das Haus wird bis auf die Tragstruktur zurückgebaut und komplett neu aufgebaut – inklusive Elektrik, Sanitär, Innenausbau. Die Kernsanierung ist teurer (1.200–1.900 €/m²), bietet aber ein faktisch neuwertiges Gebäude.
Welche Maßnahme hat das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis?
Der Heizungstausch (Wärmepumpe) hat das größte Einsparpotenzial (30–50 %) und wird 2026 mit bis zu 80 % gefördert (einkommensabhängig). Wer eine alte Öl- oder Gasheizung ersetzt, amortisiert die Investition oft bereits in 5–10 Jahren. In Kombination mit einer Fassadendämmung ist der Gesamteffekt maximal, da eine gut gedämmte Hülle die Wärmepumpe optimal dimensionieren lässt.
Brauche ich für die Förderung zwingend einen Energieberater?
Ja. Für alle KfW- und BAFA-Förderprogramme ist ein zertifizierter Energieeffizienz-Experte (EEE) gesetzlich vorgeschrieben. Er plant die Maßnahmen, stellt Förderanträge, prüft die Ausführung und stellt die Bestätigung nach Durchführung (BnD) aus. Die Beratungskosten werden zu 50 % vom BAFA gefördert (max. 650 € für EFH). TRI IMMO arbeitet mit erfahrenen, zertifizierten Energieberatern in der Region zusammen.
Wie lange dauert eine Komplettsanierung?
Planen Sie 4–9 Monate für eine energetische Komplettsanierung ein – je nach Umfang, Witterung und Verfügbarkeit der Handwerker. Hinzu kommen 6–12 Wochen Vorlauf für Energieberatung, Planung und Förderantragstellung. TRI IMMO koordiniert alle Gewerke parallel, um die Bauzeit zu minimieren.
Was ändert sich 2026 bei der KfW-Förderung?
Mit der Reform ab 21.07.2026 wird der Heizungstausch einkommensabhängig mit 30–80 % gefördert – maximal 22.400 € bei 28.000 € förderfähigen Kosten. Der Klimageschwindigkeits-Bonus sinkt ab 2027 um 4 Punkte je Halbjahr, die förderfähigen Kosten um 750 € je Halbjahr. Wer bis zum 21.07.2026 eine Bestätigung zum Antrag hat, wird noch nach alten Konditionen gefördert. Je früher der Antrag, desto höher der Zuschuss.
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Wir analysieren Ihr Gebäude, berechnen alle Fördermöglichkeiten für 2026 und erstellen ein transparentes Festpreisangebot – alles aus einer Hand in der Rhein-Neckar-Region.
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